Was ist eine IP-Adresse?

IP AdresseDie IP-Adresse ist eine Adresse in Computernetzen – wie dem Internet – basierend auf dem Internet Protocol (IP). Es wird Geräten zugewiesen, die mit dem Netzwerk verbunden sind, und macht die Geräte so adressierbar und damit erreichbar. Die IP-Adresse kann einen einzelnen Empfänger oder eine Gruppe von Empfängern (Multicast, Broadcast) bezeichnen. Umgekehrt sind einem Computer mehrere IP-Adressen zugeordnet.

Die IP-Adresse wird verwendet, um Daten von ihrem Absender zu den beabsichtigten Empfängern zu transportieren. Ähnlich wie die Postanschrift auf einem Briefumschlag werden Pakete mit einer IP-Adresse versehen, die den Empfänger eindeutig identifiziert. Aufgrund dieser Adresse können die „Postämter“ den Routern entscheiden, in welche Richtung die Pakete transportiert werden sollen. Im Gegensatz zu IP-Adressen sind postalische Adressen nicht an einen bestimmten Ort gebunden.

Die bekannteste der heute geläufigen Notation IPv4-Adressen bestehen aus vier Zahlen, die zwischen 0 und 255 liegen und durch einen Punkt getrennt sind, z. 192.168.1.1. Technisch gesehen ist die Adresse eine 32-stellige (IPv4) oder 128-stellige (IPv6) Binärdatei.

Um eine Kommunikation zwischen zwei technischen Geräten herzustellen, muss jedes Gerät in der Lage sein, Daten an das andere Gerät zu senden. Damit diese Daten bei der richtigen Gegenstelle ankommen, müssen diese eindeutig identifiziert (adressiert) werden.

Dies geschieht in IP-Netzwerken mit einer IP-Adresse.

So wird beispielsweise ein Webserver von einem Webbrowser direkt über seine IP-Adresse angesprochen. Der Browser fragt nach einem Domainnamen, zB „www.example.com“, einer IP-Adresse mit einem Nameserver und spricht dann direkt den Webserver mit seiner IP-Adresse „208.77.188.166“ an.
Die IP-Adresse in IP-Paketen

Jedes IP-Paket beginnt mit einem Informationsbereich für den Transport durch die IP-Schicht, dem IP-Header. Dieser Header enthält zwei Felder, in die vor dem Versenden des Datenpakets die IP-Adressen von Absender und Empfänger einzutragen sind. Die Vermittlung erfolgt auf Schicht 3 im OSI-Modell, der Vermittlungsschicht.

IPv4

Die seit Einführung der Version 4 des Internetprotokolls hauptsächlich verwendeten IPv4-Adressen bestehen aus 32 Bit, also vier Oktetten (Bytes). Es werden also 232, also 4.294.967.296 Adressen angezeigt. In Punkt-Dezimal-Notation werden die vier Oktette als vier durch Punkte getrennte Dezimal-Ganzzahlen im Bereich von 0 bis 255 geschrieben, z. B. 192.168.1.1.
IPv6 – neue Version mit größerem Adressraum

IPv6

Aufgrund der stark wachsenden Nachfrage nach IP-Adressen ist klar ersichtlich, dass der nutzbare Adressraum von IPv4 früher oder später erschöpft sein wird. Hauptsächlich aus diesem Grund wurde IPv6 entwickelt. Es verwendet 128 Bit zum Speichern von Adressen, also werden 2128 = 25 616 (= 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 ? 3,4 1038) Adressen angezeigt. Diese Zahl reicht aus, um für jeden Quadratmillimeter der Fläche mindestens 665.570.793.348.866.944 (= 6,65 1017) IP-Adressen bereitzustellen.

Da die Dezimalzahl ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd.ddd unübersichtlich und unhandlich wäre, stellt man IPv6-Adressen in Hexadezimalform dar. Um diese Darstellung weiter zu vereinfachen, werden zwei Oktette zusammengefasst und in den Adressgruppen durch einen Doppelpunkt getrennt dargestellt. XXXX: XXXX: XXXX: XXXX: XXXX: XXXX: XXXX: XXXX. Beispiel: 2001:0 db8: 85a3: 08d3: 1319:8 a2e: 0370:7344

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